18.08.2017 Sturmschäden OOE

Infos zu Unwetter-Schäden bekannt aus Medien & Schadensanalysen
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hochalm
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Samstag 19. August 2017, 09:41

http://orf.at/stories/2403742/2403743/" onclick="window.open(this.href);return false;

Großeinsatz für Rettungskräfte

Ein Sturm hat in der Nacht auf Samstag im oberösterreichischen Innviertel ein Festzelt einstürzen lassen. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben, bis zu 50 weitere wurden verletzt.

Zu dem Unglück kam es in der Ortschaft Frauschereck in der Gemeinde St. Johann am Walde im Bezirk Braunau am Inn. Mindestens 40 Personen seien mittelschwer und leicht verletzt worden, hieß es Samstagfrüh in einer ersten Bilanz der Einsatzkräfte. Zehn Besucher des Fests hätten schwere Verletzungen erlitten.

Mindestens 700 Menschen im Zelt

Gegen 22.30 Uhr habe eine Sturmböe das Zelt erfasst, in dem gerade ein Feuerwehrfest stattfand, berichteten Augenzeugen. Zum Unglückszeitpunkt sollen sich mindestens 700 Personen darin aufgehalten haben. Die Windgeschwindigkeit betrug am Unglücksort 126 Kilometer pro Stunde.

Die „Oberösterreichischen Nachrichten“ („OÖN“) berichteten von bis zu 1.000 Besuchern beim Frauscherecker Zeltfest. Durch den Sturm seien Aluminiumstreben gebrochen, und die Zeltkonstruktion sei in sich zusammengestürzt - mehr dazu in ooe.ORF.at.

Bei den beiden Todesopfern handelt es sich um einen 28-jährigen Mann und eine 19-jährige Frau. Die Verletzten wurden von den Einsatzkräften auf unterschiedliche Krankenhäuser aufgeteilt. Die Rettung war mit rund 150 Mitarbeitern im Einsatz, hieß es. Den Weg der Einsatzkräfte blockierten umgestürzte Bäume.

Der Sturm führte in Oberösterreich auch zu großflächigen Unterbrechungen in der Energieversorgung. Laut Energie AG waren am Freitag zwischendurch 150.000 Haushalte ohne Strom - mehr dazu in ooe.ORF.at.

Stromausfälle auch in Salzburg

Schäden richtete der Sturm in den Nacht auch in anderen Teilen Österreichs an. In Salzburg etwa wurden die Einsatzkräfte mehrfach alarmiert, nachdem Bäume umgestürzt und Stromleitungen gekappt worden waren. Allein in der Stadt Salzburg waren 150 Feuerwehrleute im Einsatz. Es kam zu mehreren Stromausfällen, Personen wurden durch umherfliegende Gegenstände verletzt - mehr dazu in salzburg.ORF.at.
Zuletzt geändert von hochalm am Samstag 19. August 2017, 14:21, insgesamt 2-mal geändert.
We are in the midst of abrupt, irreversible climate change, and in the midst of the sixth mass extinction. If you are not terrified, this might simply be because you are not paying attention.
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Feli
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der bericht zum link oben:
Großeinsatz für Rettungskräfte

Ein Sturm hat in der Nacht auf Samstag im oberösterreichischen Innviertel ein Festzelt einstürzen lassen. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben, bis zu 50 weitere wurden verletzt.

Zu dem Unglück kam es in der Ortschaft Frauschereck in der Gemeinde St. Johann am Walde im Bezirk Braunau am Inn. Mindestens 40 Personen seien mittelschwer und leicht verletzt worden, hieß es Samstagfrüh in einer ersten Bilanz der Einsatzkräfte. Zehn Besucher des Fests hätten schwere Verletzungen erlitten.

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AUgenzeugen sprachen von Bildern wie auf einem „Schlachtfeld“

Mindestens 700 Menschen im Zelt
Gegen 22.30 Uhr hätte eine Sturmböe das Zelt, in dem gerade ein Feuerwehrfest stattfand, erfasst, berichteten Augenzeugen. Zum Unglückszeitpunkt sollen sich mindestens 700 Personen darin aufgehalten haben. Die Windgeschwindigkeit betrug am Unglücksort 126 Stundenkilometer.
Hotline für Angehörige

Für Angehörige von Betroffenen wurde ein Informationshotline unter der Telefonnummer 0732/7644644 eingerichtet.

Die „Oberösterreichischen Nachrichten“ („OÖN“) berichteten von bis zu 1.000 Besuchern beim Frauscherecker Zeltfest. Durch den Sturm seien Aluminiumstreben gebrochen und die Zeltkonstruktion in sich zusammengestürzt - mehr dazu http://ooe.orf.at/news/stories/2861222/" onclick="window.open(this.href);return false;


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Die Zeltkonstruktion stürzte komplett in sich zusammen

Bei den beiden Todesopfern handelt es sich laut vorerst noch nicht bestätigten Berichten um einen jungen Mann und eine Frau, beide etwa 20 Jahre alt. Die Verletzten wurden von den Einsatzkräften auf unterschiedliche Krankenhäuser aufgeteilt. Die Rettung war mit rund 150 Mitarbeitern im Einsatz, hieß es. Den Weg der Einsatzkräfte blockierten umgestürzte Bäume.

Stromausfälle in Salzburg
Schäden richtete der Sturm in den Nacht auch in anderen Teilen Österreichs an. In Salzburg etwa wurden die Einsatzkräfte mehrfach alarmiert, nachdem Bäume umgestürzt und Stromleitungen gekappt worden waren. Allein in der Stadt Salzburg waren 150 Feuerwehrleute im Einsatz. Es kam zu mehreren Stromausfällen, Personen wurden durch umherfliegende Gegenstände verletzt - mehr dazu http://salzburg.orf.at/news/stories/2861221/" onclick="window.open(this.href);return false;.
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Samstag 19. August 2017, 09:54

Eine AWEKAS Station Valentinshaft bei Munderfing (Nähe St. Johann am Walde) hat um 22.30 Uhr 180 km/h gemessen!
Standort: Sierning bei Steyr/O.Ö. , Seehöhe: 330 m
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Samstag 19. August 2017, 10:02

Einsätze letzte 6 Stunden (seit 03:55)
Einsätze: 206, Feuerwehren: 172 (alarmiert im Einsatz)

aktuell sinds
Einsätze: 101, Feuerwehren: 107 (alarmiert im Einsatz)

wieder mal hut ab und einen großen dank an die unzähligen freiwilligen die sich bei dem wettter in ihrer freizeit das für das allgemeinwohl antun!
Dateianhänge
170819 1000 6h ff-einsätze OÖ.JPG
FF-einsätze der letzten 6 Stunden seit 4 uhr früh
170819 0955 energieAG stromstörungen.JPG
aktuelle stromlos stationen in OÖ
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OÖN - bericht:
quelle: http://www.nachrichten.at/oberoesterrei ... t4,2655117" onclick="window.open(this.href);return false;
Sturm fegte durch Oberösterreich: Mehr als 400 Einsätze
LINZ. Die Sturmfront, die in der Nacht auf Samstag mit bis zu 130 km/h über Oberösterreich hinwegfegte, hatte mehr als 400 Einsätze der Feuerwehr zur Folge.

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Mehr als 300 Feuerwehren waren wie hier in Wels im Einsatz. Bild: Matthias Lauber

Neben den tragischen Ereignissen in St. Johann am Walde waren die Windböen vor allem für abgedeckte Dächer, Brände und blockierte Straßen verantwortlich. Im gesamten Versorgungsgebiet der Linz AG und großen Teilen des Netzes der Netz OÖ GmbH (Energie AG) kam es zu Stromausfällen. Bis zu 130.000 Haushalte waren betroffen. Verantwortlich waren meist Blitzeinschläge in elektrischen Anlagen und durch umgestürzte Bäume zerstörte Stromleitungen. Die Reparaturarbeiten wurden zeitig begonnen, im Laufe des Samstags sollte die Stromversorgung wieder für alle Kunden hergestellt sein.

Der Sturm erreichte den Bezirk Braunau am Freitag kurz nach 22 Uhr. Der Schwerpunkt des Unwetters lag in den Bezirken Braunau, Ried, Schärding, Rohrbach und Urfahr-Umgebung. Aber auch die Bezirke Gmunden, Vöcklabruck, Grieskirchen, Eferding, Kirchdorf und Steyr–Land waren betroffen. Mehr als 300 Feuerwehren mussten ausrücken, um Brände zu löschen, Verkehrswege freizumachen, umgestürzte Bäume zu entfernen und durch Stromausfälle im Lift eingesperrte Personen zu befreien.
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Samstag 19. August 2017, 10:37

weiterer bericht aus den OÖNachrichten:

quelle: http://www.nachrichten.at/oberoesterrei ... t4,2655111" onclick="window.open(this.href);return false;
Katastrophe in St. Johann: Zwei Tote, mehr als 60 Verletzte
SANKT JOHANN AM WALDE. Der heftige Sturm am Freitagabend in St. Johann am Walde, Bezirk Braunau, hat zwei Tote und mindestens 60 Verletzte gefordert. "Es sind zahlreiche blutüberströmte Personen bei uns vorbeigelaufen, es ist ein absolutes Krisengebiet", so ein Augenzeuge.

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Bild: Daniel Scharinger

Mindestens zwei Tote, Dutzende Verletzte, mindestens zehn davon schwer - das ist die Bilanz nach dem Unwetter, das am Freitagabend über das Innviertel gezogen ist. Das Zeltfest in Frauschereck (Gemeinde St. Johann am Walde) wurde von einer mehr als 100 km/h schnellen Sturmböe abrupt gestoppt und endete in einer Katastrophe. Ein Zelt stürzte ein, dabei wurden mehr als sechzig Personen verletzt, zehn davon schwer. Für zwei Personen kam jede Hilfe zu spät.

28-Jähriger Ortsansässiger starb
Die Polizei gab am Samstagvormittag per Pressemitteilung bekannt, dass es sich bei einem der beiden Toten um einen 28-Jährigen aus Sankt Johann am Walde handelt. Die Identität des zweiten Todesopfers müsse noch geklärt werden.

Pressesprecherin Ulrike Tschernuth vom Krankenhaus Ried: „Bei uns wurden in der Nacht 66 Patienten eingeliefert beziehungsweise sind selbst ins Krankenhaus gekommen. Drei Personen werden derzeit noch auf der Intensivstation behandelt, die anderen sind auf der Normalstation oder wurden ambulant versorgt. Viele haben Knochenbrüche oder Weichteilverletzungen erlitten, aber einige haben sich auch schwere Verbrennungen zugezogen aufgrund des Umstürzens von Fritteusen.“

Im Krankenhaus Ried trat aufgrund der großen Anzahl der Verletzten der Katastrophenplan in Kraft, der eine festgelegte Alarmierungskette des medizinischen Personals ins Gang setzt.

Unglücksstelle schwer erreichbar
Hartl sagte im Gespräch mit den OÖN: „Wir wurden kurz vor 23 Uhr alarmiert. Bei dem Einsatz waren 150 Rettungskräfte vor Ort, die aus Braunau und den angrenzenden Bezirken Ried, Schärding und Grieskirchen zusammengezogen wurden. Für zwei Personen kam leider jede Hilfe zu spät. Die zehn Schwerverletzten und 40 mittelschwer bis leicht verletzten Personen wurden in mehrere Krankenhäuser in Oberösterreich, Salzburg und Passau gebracht. Einige verletzte Personen sind auch selbstständig ins Krankenhaus gefahren, die genaue Zahl wissen wir nicht. Das Festgelände liegt in einem Waldgebiet, die beiden schmalen Straßen waren durch abgebrochene Äste, die auf der Fahrbahn lagen, zum Teil blockiert. Mit im Rot-Kreuz-Team waren auch mehrere Kriseninterventionsteams, die auch weiterhin im Einsatz sind und Angehörige betreuen."

Die Feuerwehr war mit bis zu 250 Einsatzkräften vor Ort. Bei den zwei Todesopfern soll es sich um junge Erwachsene handeln. Der Weg zur Unglücksstelle dürfte für die zahlreichen Einsatzkräfte aufgrund der schmalen Straße und herumliegender Gegenstände nur schwer zu erreichen gewesen sein.

"Alles raus"
Eine Augenzeugin schilderte das Geschehen im Gespräch mit den OÖN: „Ich war mit meinem Mann und meinen beiden Kindern beim Zeltfest, der Sturm ist ganz plötzlich aufgezogen, die Lampen haben zu wackeln begonnen und dann haben schon Feuerwehrleute geschrien: ,Alles raus´. Es war einfach nur schrecklich. Heute ist der ganze Ort in Trauerstimmung, überall, wo man hinkommt, haben die Leute Tränen in den Augen.“

St. Johanns Bürgermeister Gerhard Berger (SP). "Der Strom war weg, keiner wusste zuerst was passiert ist. Jeder hat seine Angehörigen gesucht", so Berger, der selber das beliebte Zeltfest in Frauschereck besucht hat.

"Blutüberströmte Personen sind vorbeigelaufen"
"Wir sind sofort weggelaufen, innerhalb von nur wenigen Sekunden haben Sturmböen einen Großteil des Festzelts umgerissen. Anschließend haben wir versucht, uns zwischen den parkenden Autos zu verstecken", sagt ein völlig geschockter Augenzeuge im OÖN-Gespräch. Es sind zahlreiche blutüberströmte Personen bei uns vorbeigelaufen, Es ist ein absolutes Krisengebiet. Vom Zelt ist kaum noch etwas zu sehen, der Sturm hat fast die gesamte Fläche des Zelts weggerissen", so der Innviertler, der mit seiner Freundin das beliebte Frauscherecker Zeltfest in St. Johann am Walde, Bezirk Braunau, besuchte." Laut seiner Schätzung seien hätten sich zu diesem Zeitpunkt mit Sicherheit, um 22.30 Uhr, bereits bis zu 1000 Besucher im Festzelt befunden.

Braunaus Bezirksfeuerwehrkomandant Josef Kaiser sagte noch in der Nacht im Interview mit laumat.at, dass sich der Weg zum Unglücksort aufgrund von herumliegenden Bäumen als sehr mühsam dargestellt habe. Einsatzkräfte der Feuerwehren St. Johann/Walde und Frauschereck, die am Gelände anwesend waren, hätten sich sofort formiert, um zu helfen.

Callcenter für Angehörige
Für Angehörige von Zeltfestbesuchern hat das Rote Kreuz ein Callcenter unter der Nummer 0732/7644644 eingerichtet. Dieses ist bis in die Mittagsstunden geöffnet.

Laut Martin Pumberger, Braunaus Bezirkspolizeikommandant, sei die Staatsanwaltschaft informiert. Samstag werde es eine Begehung des Areals durch Sachverständige geben.


Landeshauptmann: Es ist traurig und unfassbar"

Tief betroffen zeigte sich Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer (VP) über die schrecklichen Nachrichten aus St. Johann am Walde : "Es ist einfach nur traurig und unfassbar, wenn Menschen durch die Gewalt der Natur so brutal aus dem Leben gerissen und so viele weitere zum Teil schwer verletzt werden. Mein tiefes Beileid gilt den Hinterbliebenen. Den Verletzten dieses Unglücks wünsche ich viel Kraft für die Genesung", so Stelzer, der sich bei allen Einsatzkräften bedankte. Oberösterreich stehe und halte zusammen, auch in den schweren Stunden, so der Landeshauptmann in einer Aussendung.

Auch Sicherheitslandesrat Elmar Podgorschek (FP) dankte den Einsatzkräften von Feuerwehr, Rettung und Polizei, die den Menschen nach dem Zelteinsturz zur Hilfe geeilt waren. „Ich bin mit den zuständigen Stellen im Kontakt und erneut zeigt sich, dass die Zusammenarbeit auch über die Landes- und Bundesländergrenzen hervorragend funktioniert. Mein Beileid gilt den Angehörigen und Freunden der Opfer. Ich wünsche den Verletzten baldige Genesung.“
bilder zum artikel:
fotos von daniel scharinger
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Samstag 19. August 2017, 10:42


laumat.at

bericht auf laumat.at:
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Sonntag 20. August 2017, 17:13

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„So was noch nie erlebt“

Am Tag nach dem Unglück bei einem Feuerwehrfest in der oberösterreichischen Gemeinde St. Johann im Walde haben Vertreter der Einsatzkräfte zusammen mit Bürgermeister Gerhard Berger (SPÖ) bei einer Pressekonferenz Stellung zu den Ereignissen genommen. Neben Betroffenheit für die Opfer stand dabei auch Lob für die Einsatzkräfte im Mittelpunkt. Zurückgewiesen wurden aber auch mögliche Versäumnisse.

Laut Oberösterreichs Feuerwehrkommandant Wolfgang Kronsteiner steht hinter dem Feuerwehrfest im Ortsteil Frauscheck ein „sehr erfahrener, sehr umsichtiger und sehr vorsichtiger Veranstalter“. Kronsteiner zufolge gebe es keinen Zweifel daran, dass alle Auflagen und Sicherheitsmaßnahmen beachtet wurden. Wie bei der Pressekonferenz zudem betont wurde, sei auch ein TÜV-geprüftes Zelt zum Einsatz gekommen, dass nicht nur für solche Veranstaltungen, sondern auch für die Gegend geeignet sei.

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APA/Daniel Scharinger
Luftaufnahmen zeigen das Ausmaß des Unglücks

Zudem seien die orkanartigen Böen, die das Festzelt vollständig zum Einsturz brachten, in dieser Stärke nicht vorhergesagt worden. Die Wetterlage sei ständig beobachtet worden, „weil die Warnungen ja da waren, aber es gab keinerlei Anzeichen für so ein Ereignis“, sagte der Kommandant der Feuerwehr Frauscheck, Erich Feichtenschlager, dazu. Er sei zum Zeitpunkt der Orkanböe selbst beim Zelt gewesen, habe gerade Richtung Wald geschaut, als es geschah, und „in fünf bis zehn Sekunden war das Zelt weg“. Kronsteiner zufolge habe man „so was noch nie erlebt“, die Natur habe „auf dramatische Weise gezeigt, wie verletzbar wir sind“.

Mit diesem Ereignis habe niemand rechnen können, so der Bürgermeister von St. Johann im Walde, Gerhard Berger (SPÖ), der so wie Kronsteiner ebenfalls Verfehlungen bei den Vorbereitungen ausschloss - mehr dazu http://ooe.orf.at/news/stories/2861358/" onclick="window.open(this.href);return false;

„Schnell und ohne Probleme“
Der Evakuierungsplan, der als Vorsichtsmaßnahme noch Stunden zuvor wie immer durchgesprochen wurde, war laut Feichtenschlager plötzlich ein Einsatzplan. Das Unglück hatte laut Kronberger allerdings eine Dimension, die man nicht üben könne, sondern „nur vorplanen und vorbereiten“.

Dank der großen Erfahrungen aller Beteiligten sei der Einsatz in der Nacht auf Samstag dennoch schnell und ohne Probleme erfolgt, wie der Rettungskommandant vom Bezirk Braunau, Jochen Kaser, dazu sagte: „Es gab keine Hektik.“ Für Braunau, Ried und Schärding war Großalarm ausgelöst worden, nachdem die Notrufe der Festbesucher im Sekundentakt hereingekommen waren. Die Erstversorgung und Einteilung der Verletzten mittels Checkblatts habe schon die Feuerwehr zuvor gemeistert.

Die zunächst von der Staatsanwaltschaft gesperrte Unfallstelle wurde unterdessen wieder freigegeben. Das Unglück, bei dem zwei Menschen starben und 140 verletzt wurden, ist aber weiter Gegenstand laufender Ermittlungen. Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Alois Ebner am Samstag gegenüber dem Landesstudio Oberösterreich sagte, gebe es im Laufe der nächsten Tage noch einiges zu klären - es drängen sich „viele Fragen“ auf.

APA/Manfred Fesl
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Die Zeltkonstruktion stürzte komplett in sich zusammen

Neben den Fragen, ob sämtliche Sicherheitsauflagen eingehalten und Wetterwarnungen richtig eingeschätzt wurden, gelte es demnach auch mögliche Konsequenzen für künftige Veranstaltungen abzuklären.

20 Schwerverletzte
Bei dem orkanartigen Sturm wurde das mit rund 700 Gästen gefüllte Festzelt vollständig zerstört. Durch herabfallende Gerüstteile wurden ein 28-Jähriger und eine 19-Jährige getötet. 20 Personen wurden schwer verletzt, zwei von ihnen schweben noch in Lebensgefahr, wie am Samstagnachmittag weiter mitgeteilt wurde. Die Verletzungen reichten von Blessuren durch herabstürzende Zeltteile bis hin zu Verbrennungen durch umgekippte Fritteusen.

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Augenzeugen sprachen von Bildern wie auf einem „Schlachtfeld“

Anfangs war noch von 44 Verletzten die Rede gewesen. Da hatte man nach Angaben der Rettungskräfte aber bereits befürchtet, dass die Zahl noch steigen könnte. Viele Besucher der Feier wurden auch privat von Angehörigen ins Krankenhaus gebracht. Zuerst lagen nur die offiziellen Daten der vom Roten Kreuz Versorgten vor. Samstagmittag wurde die Zahl der Verletzten zunächst auf 120, am Nachmittag dann auf 140 revidiert.

pepr, ORF.at/Agenturen
Publiziert am 20.08.2017
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Sonntag 20. August 2017, 17:32

quelle: http://www.nachrichten.at/oberoesterrei ... t4,2655215" onclick="window.open(this.href);return false;
Katastrophe bei Zeltfest – "Wir rannten um unser Leben"
SANKT JOHANN/WALDE. Zwei Tote mehr als 100 Verletzte: Eine Festbesucherin erzählt, wie sie die Katastrophe am Freitagabend auf dem Frauscherecker Zeltfest erlebte.

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Bild: Daniel Scharinger

Es sind Bruchteile von Sekunden, die sie so schnell nicht vergessen wird. Von einem Moment auf den anderen wurde das Frauscherecker Zeltfest, ein fröhliches Dorffest, auf das die Einheimischen, die "Saiga Hanser", so stolz sind, bei dem Jung und Alt gerne zusammenkommen, die lauen Sommerstunden genießen, feiern, zum Albtraum. Wie für eine 34-jährige Frau, ihren Mann und ihre beiden Töchter.

"Wir gingen am Freitagabend hin. Es ist Tradition, dass die Anrainer und Freunde der Feuerwehr mit Kindern dabei sind. Wir freuten uns schon lange darauf. Wir suchten uns einen Platz in der Mitte des Zelts, mit Blick zur Bühne. Man unterhielt sich, die Band spielte, verbreitete gute Stimmung und machte Witze. Unsere beiden Mädels drehten ihre üblichen Runden durch die Menge."

Ein lauter Knall
Es wurde gefeiert. Es wurde genossen. Dann, um etwa 22:30 Uhr, ein lauter Knall. "Augenblicke zuvor machte mich mein Mann noch auf das schaukelnde Zelt aufmerksam. Der Wind ging plötzlich sehr stark. Ein Sturm, von dem wir zuvor nicht wussten."

Ein Stoß. Und das Zelt war plötzlich weg. "Gläser, Tische, Bänke, Kühlschränke, Transparente, heiße Fritteusen. Einfach alles flog in die Luft. Die Helfer an der Bar wurden mit der Plane mitgerissen, manche durch die Gegend geschleudert. Die vollen Kühlschränke zogen mit großer Wucht an ihnen vorbei. Der Liedsänger stürzte von der Bühne. Dann brach das Holzkonstrukt zusammen. Die Musik verstummte, das Licht ging aus."

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"Wo sind die Kinder?"
Für wenige Augenblicke war es still. Dann brach Panik in der Menge aus. "Einige versteckten sich unter den Biertischen, andere rannten zu den Kühlwägen, suchten dort Schutz." Während einige um ihr Leben rannten, schoss ihr der Gedanke: Die Kinder. Wo sind die Kinder?

"Wir hatten keine Ahnung, wo sie waren. Es war stockdunkel, man erkannte kaum Leute.Einige leuchteten mit dem Handy. Dann hörten wir die ersten Signaltöne von Rettungswägen. Die waren schnell da. Feuerwehrmänner erteilten die Anweisung, die Wiese zu verlassen. Wir weigerten uns. Wir mussten unsere Kinder suchen."

Blutüberströmte Menschen
Blutüberströmte Menschen. Ängstliche Menschen. Weinende Menschen. Viele suchten ihre Freunde, ihre Familie. "Einige lagen am Boden. Andere halfen. Das Zelt war weg. Die Aluminium-Pfosten lagen weit verstreut herum."

Dann. Endlich. Der erlösende Anruf der älteren Tochter. Den Mädchen ging es gut. "Wir wollten uns am Eingang treffen, konnten sie aber nicht finden. Möglicherweise konnten sie uns bei dem ganzen Wirbel nicht richtig hören. Wir suchten sie im Feuerwehrhaus, wo alle Kinder hingebracht wurden."

"Weinten bitterlich"

Dort fanden sich die Vier wieder. "Wir haben alle so viel geweint, als wir uns in die Arme schließen konnten. Eine Küchenhelferin saß ebenfalls dort. Sie weinte bitterlich und erzählte, dass sich ein Bekannter mit dem heißen Fett sehr stark verbrannt hatte."

Verängstigt, traurig und wie in Trance machte sich die Familie zu Fuß auf den Heimweg. "Es war dunkel. Es gab keinen Strom. Wir gingen zu unseren Familien, teilten mit, das es uns gut geht. Das war so gegen 23.10 Uhr."
(Videolink kann leider nicht kopiert werden!)

Wie ein Schlachtfeld
Heute, mehr als einen Tag nach der Katastrophe, ist Saiga Hans in Schockstarre. "Jeder ist bestürzt, der ganze Ort weint, versteht nicht, wie das passieren konnte. Der Platz, wo das Zelt stand, sieht aus wie ein Schlachtfeld. Die geköpften Bäume rundherum sehen aus wie Mahnmale. Es ist unfassbar, dass so ein schönes Fest ein so unsagbar trauriges Ende nehmen musste."
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Foto: Scharinger

So geht es weiter: Für 12 Uhr ist am Sonntag im Gemeindeamt in St. Johann am Walde eine Pressekonferenz anberaumt. Daran werden Landesfeuerwehrkommandant Wolfgang Kronsteiner, Bezirksfeuerwehrkommandant Josef Kaiser, Abschnittsfeuerwehrkommandant Josef Maderegger, Feuerwehrkommandant Erich Feichtenschlager, Bezirksrettungskommandant Jochen Kaser und der Bürgermeister Gerhard Berger teilnehmen. Die OÖN werden berichten.

Video: Nach dem Einsturz eines Festzeltes in der oberösterreichischen Gemeinde St. Johann im Walde, bei dem zwei Menschen getötet und 140 verletzt wurden, ist die Staatsanwaltschaft nun auf der Suche nach den genauen Hintergründen.
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Wahnsinn! *schock* *schock* *schock* *schock*
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rudolf
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Montag 21. August 2017, 14:03

Die Verantwortlichen geben zwar zu, dass es Warnungen gegeben hätte, aber über das endgültige Ausmaß war man überrascht.
Sie plädieren auf höhere Gewalt. Rechtlich gesehen würde das Bedeuten, daß alle Schadenersatzansprüche nichtig würden.
Ob es überhaupt eine Veranstaltungshaftpflicht gibt, die bei einem Verschulden eintreten würde ist nicht bekannt.

Es wird interessant wie das gerichtliche Urteil ausgehen wird!
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SteHo
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https://kurier.at/chronik/oesterreich/z ... 81.621.031" onclick="window.open(this.href);return false;
Polar- und Klimaforscher.

------------------------------------------------------------------------------------
[x] University of Oslo.
[ ] Wilhelmsburg a. d. Traisen
Exilfranke1

Montag 21. August 2017, 17:42

Wostal: "Böen um die 120 km/h wurden für die Zeit zwischen 22 und 23 Uhr prognostiziert.
Damit ist das dann geklärt. Aber der Bezirksfeuerwehrkommandant hat halt seine Anzeichen nicht gesehen.
Eschi Seebr Chiemsee
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Montag 21. August 2017, 20:42

Exilfranke hat geschrieben:
Wostal: "Böen um die 120 km/h wurden für die Zeit zwischen 22 und 23 Uhr prognostiziert.
Damit ist das dann geklärt. Aber der Bezirksfeuerwehrkommandant hat halt seine Anzeichen nicht gesehen.
Und der extra am Chiemsee Summer angestellte Meteorologe hat das auch nicht erkannt. Die eiern auch rum wie die Eistänzer, Veranstalter, Polizei, Behörden. Die Outflowboundary war sogar am Radar zu sehen:

https://kachelmannwetter.com/de/regenra ... 1940z.html" onclick="window.open(this.href);return false;

Meine Tochter (die auch dort war) hab ich schon am Nachmittag gewarnt und um 20:39 nochmal informiert das es unabhängig vom Gewitter zu heftigen orkanartigen Böen kommen wird. Die war mit Ihren Spezln dann vorbereitet und hatte alles stumsicher gemacht und auf dem Weg zum Auto als es losging.

In SANKT JOHANN/WALDE war es aber eher ein Downburst im Gewitter und nicht die Druckwelle der Outflowboundary, oder lieg ich da falsch?
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Robert83
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Montag 21. August 2017, 21:21

Eschi Seebr Chiemsee hat geschrieben:
In SANKT JOHANN/WALDE war es aber eher ein Downburst im Gewitter und nicht die Druckwelle der Outflowboundary, oder lieg ich da falsch?
Dort war die Linie noch recht aktiv, bevor sie dann deutlichen Nordostkurs genommen hat.

Bei meinem Spezl in Neukirchen am Walde ist eigentlich jedes 2. Haus irgendwie beschädigt. Der Downburst war kurz aber heftig, leider sind vor seinem Windmesser einige Bäume, aber 91km/h warens dann trotzdem.
Exilfranke1

Montag 21. August 2017, 22:18

Es von Salzburg bis Braunau ostwärts erst die Outflow Boundary bzw. vorlaufende (trockene) Druckwelle, etwa 10-15 min, bevor die ersten Echos eintrafen.
Ein flächiger Downburst, ein Macroburst sozusagen. Schäden gibt es quasi flächendeckend.

siehe auch
Aus Weilheim habe man um 20.45 Uhr die Nachricht erhalten, dass das Unwetter heftiger sein werde als erwartet. Danach habe man zügig alle Verantwortlichen im provisorischen Lagezentrum in einem nahen Sägewerk zusammengetrommelt und den Abbruch des Festivals beschlossen. Doch dann sei das Unwetter schon früher als prognostiziert eingetroffen - der Sturm hatte an Tempo zugelegt. "Wir hatten zehn, zwölf Minuten weniger als gedacht", sagt Wolf.
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Auch das deutet darauf hin, dass die Druckwelle vorlaufend war.
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Montag 21. August 2017, 22:43

Ich hab das in Seebruck am Chiemsee den ganzen Abend am PC mit allen verfügbaren Webseiten beobachtet, vorallem wegen meiner Tochte auf dem Chiemsee Summer.
Und ja, die Druckwelle war vorlaufend. 3 Min Sturm ohne Regen, erst dann verhaltener Niederschlag.
Imposant das Geräusch als die Druckwelle den Wald 700 Meter westlich von hier traf, da saß ich noch in Unterhosen bei gut 23°C auf dem Balkon bei Wndstille...
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Bürgler87
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Donnerstag 31. August 2017, 07:49

Bin am Wochenende durch den Kobernaußer Wald gefahren. Bäume liegen kreuz und quer, also in alle Himmelsrichtungen. Immer vereinzelte Bereiche mit so 20x20m. Es gab kaum abgebrochene Bäume, die meisten wurden entwurzelt und hauptsächlich große Bäume (mehr Angriffsfläche).

Zum Punkt St. Johann/Walde. Wieviel Zeit wäre effektiv zur Verfügung gestanden zum Evakuieren? Wenn ich mir die Radarbilder ansehe, kann man sich vielleicht ab 22 Uhr sicher sein, dass da was auf die zukommt. Das ist die Zeit wo die Zugrichtung auf Höhe Rosenheim von NO (da hätts OÖ nicht erwischt) auf O umstellte. 22:40 ist die Front eingetroffen. Also maximal 40 Minuten wenn der permanent draufguckt.
Da ein Festzelt räumen mit 700 Leuten, ohne Chaos, wo die meisten gar nicht selbst mit dem Auto dort sind, in einem stark bewaldeten Gebiet... Also ich wills nicht runterspielen, aber ich vermute, bei einer Evakuierung wär viel mehr passiert! Und da dann wissen, dass man das zu verantworten hat, dass Leute von Bäumen erschlagen wurden o.ä. ist ziemlich heavy...

Vor 22 Uhr kaum einmzuschätzen weil wir diese Lagen jeden dritten Sommertag haben und auch selten nach OÖ kommt. Natürlich kommt da eine gewisse Ignoranz dazu weil 70% der Fälle im Jahr hier einfach nix ankommt bei solchen Lagen. (Nennt man das dann Hypersensibilisierung? :D)

Und zu noch weiter vorher, Gewittervorwarnung, ist wohl ein schlechter Witz... Diese Gewittervorwarnungen sagen rein "Es ist mit Gewittern zu rechnen". Toll... Wenn das schon ein Grund ist, Festveranstalter anzuschwärzen, brauchst im Sommer gar kein Fest mehr machen... Im Frühling auch nicht, da ists noch windiger. Immerhin haben die wegen der Vorwarnung immer drauf geguckt.
Wäre es eine normale Sturmfront gewesen, hätte das Festzelt damit auch keine Probleme. Die MÜSSEN auf sowas ausgelegt sein. Gibt nicht zum Spass eine TÜV-Überprüfung zur Schnee- und Windlast. So ein Teil kannst locker in einem Warmsektor-Sturm stehen haben. Ich hab so ein Teil schon öfter aufgebaut, da ist schon alles massivst. In OÖ gibts jedes WE zig Zeltfeste...

Fakt ist für mich, eine Verkettung unglücklicher Zustände... Natürlich ist das höhere Gewalt. Aber logischerweise wehrt sich die Versicherung, es geht um eine beträchtliche Summe. Wer gibt da schon ohne Gegenwehr was raus?!
Wär ja wie wenn ich einkaufen fahre, Hagelschauer zieht durch, zerdeppert mir das Auto. Da kann die Versicherung auch nicht sagen: "Wieso fahren Sie einkaufen wenns eine Gewittervorwarnung gab?" Nur ist hier die Summer viel geringer und nur Sachschaden...
War ja im Juli 2009 beim Hagelunwetter die selbe Diskussion. Brauerei Zipf, Veranstaltung, zig Autos zerschossen, viele Verletzte durch die riesigen Hagelschlossen... War in dieser Intensität auch nicht vorhersehbar.
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Robert83
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Donnerstag 31. August 2017, 10:41

Bürgler87 hat geschrieben: War ja im Juli 2009 beim Hagelunwetter die selbe Diskussion. Brauerei Zipf, Veranstaltung, zig Autos zerschossen, viele Verletzte durch die riesigen Hagelschlossen... War in dieser Intensität auch nicht vorhersehbar.
Jedoch sind das zwei paar Schuhe: damals wars eine blitzschnelle Entwicklung einer Superzelle(hab die Radarbilder von damals noch gespeichert), Vorwarnzeit für die Gegend quasi 0.
Diesmal wars eine Böenlinie mit vorgelagerter Druckwelle. Vorwarnzeit ca. 2h, knapp 1h vorher wars fix. Die Gegend für eine Evakuierung nach Entscheidung aber der Horror. Ich denke, da wird momentan auf höchster Ebene diskutiert, bin gespannt, was da noch rauskommt.
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Donnerstag 31. August 2017, 11:36

Robert83 hat geschrieben:
Bürgler87 hat geschrieben: War ja im Juli 2009 beim Hagelunwetter die selbe Diskussion. Brauerei Zipf, Veranstaltung, zig Autos zerschossen, viele Verletzte durch die riesigen Hagelschlossen... War in dieser Intensität auch nicht vorhersehbar.
Jedoch sind das zwei paar Schuhe: damals wars eine blitzschnelle Entwicklung einer Superzelle(hab die Radarbilder von damals noch gespeichert), Vorwarnzeit für die Gegend quasi 0.
Diesmal wars eine Böenlinie mit vorgelagerter Druckwelle. Vorwarnzeit ca. 2h, knapp 1h vorher wars fix. Die Gegend für eine Evakuierung nach Entscheidung aber der Horror. Ich denke, da wird momentan auf höchster Ebene diskutiert, bin gespannt, was da noch rauskommt.
Ich meinte von der Warnung her. Auch 2009 gabs eine 0815-"Vorwarnung", gekommen ist halt dann das. Vor 2 Wochen selbe Situation. Eben erst 1h vorher war klar, dass es ernst wird.
Die haben ja nicht zum Spass "angeblich" permanent das Wetter gecheckt. Aber trotzdem muss man sagen, in diesem Fall wohl doch richtig gehandelt.
Hab aber auch erfahren, dass es einen Evak-Plan der Feuerwehr gegeben hat, angeblich hätten die 700 Leute in einem FF-Depot untergebracht werden sollen. Das Problem war jedoch der Faktor Zeit. Für 700 einfach zu wenig Zeit. Panik vermeiden und alle unterbringen... Viele wären sicher draussen herum gelaufen oder auf Heimbringer gewartet oder selbst gefahren etc... Dann hast den A**** offen wenn dann was passiert!
Mit 2h wärs sicher möglich gewesen. Im Vorfeld absagen tut keiner. Dazu lurchts einfach zu oft in der Gegend.
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Donnerstag 31. August 2017, 14:32

Bin gestern auf den Krailberg gefahren, da liegen Bäume herum! Hier mal 2 Beispielfotos. Hab ja nicht alle 500 Meter die Kamera rausholen wollen *ggg* *ggg* *ggg* Bild


Bild
Wetterseite: www.wetterlambach.at/
*snowman* *snowman* *snowman*
rudolf
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Mittwoch 18. April 2018, 12:15

Das Gericht hat entschieden lt. ORF: kein Verschulden des Veranstalters.

Der Haftpflichtversicherer wird sich freuen. Kein Verschulden-keine Zahlung.
Wie die Geschädigten zum Geld kommen ist eine andere Frage.
Standort: Sierning bei Steyr/O.Ö. , Seehöhe: 330 m
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nadjap
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Mittwoch 18. April 2018, 12:36

rudolf hat geschrieben:Das Gericht hat entschieden lt. ORF: kein Verschulden des Veranstalters.

Der Haftpflichtversicherer wird sich freuen. Kein Verschulden-keine Zahlung.
Wie die Geschädigten zum Geld kommen ist eine andere Frage.
Link zum Bericht in den OÖ Nachrichten, Zitat aus der Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Ried:
c) Das Gutachten durch die ZAMG ergab zusammengefasst, dass im Bereich des Standortes des Zeltfestes Frauschereck am 18.8.2017 zwischen etwa 22:31 Uhr und 22:34 Uhr Windspitzen innerhalb eines Intervallbereiches von 120 bis 180 km/h möglich waren und der Wind „plötzlich und unvermittelt“ eingesetzt hatte. Die wahrscheinlichen tatsächlichen Windgeschwindigkeiten werden mit 120 bis 150 km/h beschrieben, was Orkanstärke darstellt.
d)Aufgrund der bekannten Räumungsnotwendigkeit des Festzeltes bei einem (zu erwartenden) Wind von über 100 km/h gab es einen Evakuierungsplan der Freiwilligen Feuerwehr Frauschereck, welcher vor Beginn der Veranstaltung durchbesprochen worden war. Die Wetterlage am Veranstaltungstag (inklusive Gewitterwarnungen) war grundsätzlich bekannt, die aktuelle Wetterlage und Wetterentwicklung wurde vom Kommandanten bzw. über seinen Auftrag ab 11:14 Uhr und dann laufend und nachweislich um 18:28 Uhr, 19:16 Uhr, 20:50 Uhr, 22:10 Uhr bei der Deutschen Unwetterzentrale (UWZ) durchgeführt. Zudem wurden Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr zur aktuellen Wetterbeobachtung vor dem Festzelt eingeteilt, gemäß deren Angaben die Wettersituation bis kurz vor dem Sturmeintritt als unbedenklich eingestuft wurde. Bis 25 Minuten vor dem Auftreten der Sturmböen beim Festzelt gab es bei keinem der gängigen Wetterdienste (ORF, UBIMET, ZAMG, UWZ) Sturmwarnungen mit zu erwartenden Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h.
Noch um 21:20 Uhr erging eine telefonische Auskunft der ZAMG an die Landeswarnzentrale Oberösterreich mit dem Hinweis, dass sich mit einer Kaltfront eine Druckwelle formiere, diese etwa in einer Stunde unter anderem im Innviertel eintreffen werde und Windspitzen (2- Sekunden-Böen) von 80 bis 100 km/h auftreten können.
Diese Warnung wurde um 22:05 Uhr telefonisch bei der Landeswarnzentrale Oberösterreich mit erwarteten Windspitzen von 110 bis 120 km/h und einem Eintreffen in 20 bis 30 Minuten aktualisiert. Diese Warnung wurde dem Kommandanten erst um 22:38 Uhr, also nach dem Eintreffen der Sturmböen und Verwüstung des Zeltes, übermittelt.
Sybille63

Freitag 27. April 2018, 05:16

Hi,

habe auch mal einen Unwetterschaden gehabt. Ist wirklich sehr blöd. Hoffe das alles wieder in Ordnung ist.

Viele Grüße
Sybille63
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