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Orographisches Gewitter

Orographische Gewitter sind eng mit den gewöhlichen Wärmegewittern verwandt.

Im Unterschied zu herkömmlichen Luftmassengewittern bieten ihnen thermische Aufwinde an Berghängen eine zusätzliche Nährquelle. Diese Art von Gewittern ist demnach an geographische Gegebenheiten (Gebirge und Hügel) gebunden und entwickelt sich auch nur an solchen. Deshalb treten diese Gewitter auch nicht im Flachland auf. Von der Intensität her kann man sie mit den herkömmlichen Wärmegewittern vergleichen. Wenn im Sommer in Wetterbericht von einzelnen Wärmegewittern über den Bergen die Rede ist, so sind immer orographische Gewitter gemeint.

Orografisches Gewitter über dem Salzkammergut, aufgenommen am 20. Mai 2011 ©

Unter Umständen können sich inneralpin auch Superzellen bilden, die einige Stunden leben und teilweise über weite Strecken den Alpenbogen überqueren. Solche Zellen sind natürlich schwer zu chasen, auch wenn die Strukturen Flachlandsuperzellen gleichkommen. Die Begleiterscheinungen der Gebirgssuperzellen versursachen orografisch bedingt natürlich schwere Schäden, vor allem die lokal immensen Niederschlagsmengen führen nicht selten zu inneralpinen Katastrophen (Muren, Gerölllawinen, usw.)

Klassische Superzelle im niederösterreichischen Voralpenland, aufgenommen am 8. Juli 2011 © Gerald Reczek
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